Sonntag, 15. März 2015

[Rezension] Jennifer Jäger - Traumlos. Im Land der verlorenen Seelen

Süße Träume!

Inhalt 
(c) Impress /Carlsen Verlag

Die siebzehnjährige Hailey kann nicht träumen und das, obwohl sie in einer Gesellschaft lebt, die durch ihre Träume gesteuert wird. Der Regierung ist sie ein Dorn im Auge und es dauert nicht lange, da muss auch Hailey an den Ort der Traumlosen – in die »Klinik«, aus der keiner jemals zurückgekehrt ist. Doch dort lernt sie den ungewöhnlichen Jungen Caleb kennen, der ihr nicht nur hilft hinter das Geheimnis der Regierung zu kommen, sondern an den sie auch ihr Herz verliert... (Quelle: thalia.at)

Rezension
Ein durchaus spannendes Buch. "Traumlos" ist eine kurze Dystopie, die wirklich sehr interessant ist, allerdings hätte man an manchen Stellen etwas genauer ins Detail gehen können. Dadurch entsteht teilweise der Eindruck, dass man durch die Szenen fliegt. 

Ich musste leider auch etwas die Augen verdrehen, als Hailey mit Caleb zusammenkommt und ihre Freundin Macy zur gleichen Zeit mit Jules. Das war mir etwas zu klischeehaft. Es gab auch an anderen Stellen hin und wieder Momente, wo man sich gedacht hat: Das war vorhersehbar.

Nun aber gut mit den Kritikpunkten. Die Geschichte lässt sich sehr schnell und flüssig lesen. Die Angst der Menschen vor Träumen ist sehr gut nachvollziehbar. Träume werden als Druckmittel eingesetzt, um das Volk gefügig zu machen. 

Wunderbar fand ich die Parallelen zwischen Hailey und ihrer Freundin, als Hailey eingesperrt wurde und Macys ihr erstes Date mit Jules hatte. Gleichzeitig konnte man Haileys Angst miterleben und sehen, wie die Welt dennoch weitergeht. Dramaturgisch ein super Kniff, der einem Gänsehaut verursacht.

Hier sei auch einmal erwähnt, dass ich den Impress Verlag sehr schätze, da er jungen Autoren eine Basis bildet, um ihre Werke zu publizieren. Der Preis ist für Leser natürlich auch eine willkommene Abwechslung und ich hoffe, dass ein Großteil davon direkt an die Schriftsteller geht. 

Auch wenn meine Rezension eher negativ klingt, ist mir das Buch dennoch in guter Erinnerung geblieben und ich kann es Dystopie-Fans nur wärmstens empfehlen. 

Fazit
Guter Roman.

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