Sonntag, 31. Mai 2015

[Rezension] Stacey Jay - Julia für immer

Es ist die Nachtigall...

Inhalt 
Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Doch auch Julia ist in Wahrheit nicht tot. Seit 700 Jahren sind beide in einer Mission unterwegs: Romeo verhindert, dass Paare sich finden, Julia dagegen spürt jene Menschen auf, die für eine ewige Liebe bestimmt sind. Als sie glaubt, ihren eigenen wahren Seelenverwandten gefunden zu haben, passiert es: Zum ersten Mal trifft sie Romeo selbst, der zum Feind wurde und nun alles daransetzt, ihr Glück zu zerstören … (Quelle: Egmont INK)

Rezension
Ich bin blind in das Buch eingetaucht und hab mir beim ersten Kapitel gedacht: Langweilig! Shakespeare - das kennt man doch schon. Doch als es richtig los ging, war ich hin und weg. Wahnsinnig tolle Idee, dass man die größte Liebesgeschichte auf diese Weise umwandelt.

Das Buch besticht vor allem durch Julia. Ihr Charakter und die Zeichnung ihrer Figur sind maßgeblich für das Buch. 
Julia reflektiert ihre Vergangenheit immer wieder und versucht sich vor allem dem Guten und der Liebe von Seelenverwandten zu verschreiben. Dadurch dass sie sich im Körper bzw. Leben von Ariell befindet, lernt man gleich zwei Personen kennen. Julia ist sehr sympathisch und man kann ihre Ziele und ihr Denken sehr gut nachvollziehen.

Romeo erscheint hier nicht als der weltbekannte Verführer, sondern als egoistischer Mistkerl. Trotz dieser Abbildung von ihm hat man immer den Romantiker im Kopf. Ein absoluter Geniestreich ist, dass er immer Shakespeare zitiert, wenn er Julia auf die Palme treiben will. Die Zitate erhalten dadurch einen bösen Unterton und verstärken den Hass auf ihn.

Ein tolles Werk, eine tolle Idee und eine sehr gelungene Umsetzung! (Und das sagt ein großer Shakespeare-Fan ;)

Fazit
Lesenswert!

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