Mittwoch, 25. Januar 2017

[Rezension] Amy Ewing - Das Juwel / Die Gabe

Was gutes Schreiben ausmacht!

Inhalt 
(c) S.Fischer Verlage

Violet lebt in Armut, aber sie hat
eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. 
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. (Quelle: S.Fischer Verlage)


Rezension
Das Buch liegt leider schon etwas länger auf meinem SuB. Irgendwie fand ich die Thematik nicht so interessant. Es ist eine Dystopie und begabte Mädchen werden versteigert, um als Leihmütter zu funktionieren. Die Kombination war nicht so ansprechend zu Beginn.
Ich konnte das Buch allerdings nicht mehr weglegen und habe es sehr schnell gelesen. Man wollte mehr über Violet, das System, ihre Welt und ihre Umgebung erfahren. Die Autorin hat es dabei sehr geschickt angestellt, dass sie nach und nach offene Fragen beantwortet, aber gleichzeitig neue aufwirft. Durch diesen Fluss der Handlung wurde man immer neugieriger und konnte es nicht mehr weglegen.

Violet ist ein einfaches Mädchen, das sich meist unter Wert verkauft und daher eigentlich nur ein ruhiges Leben will. Sie wirkt sehr sympatisch, aber an manchen Stellen konnte ich keinen wirklichen Bezug aufbauen, da ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte.
Die Personen sind in diesem Werk meist auch eher zwiespältig, entweder sind sie nicht, was sie zu scheinen meinen oder sie sind in ihrer Handlung unstetig. Allerdings verstärkt dies die Wirkung des Ungewissen um so mehr.

Ich habe einen Kritikpunkt (Achtung SPOILER): die Liebesgeschichte ist extrem langweilig. Natürlich verstehe ich, dass es sicherlich wichtig ist für den Vorgang der Geschichte, in Hinsicht auf die weiteren Werke - aber etwas kürzer und spannender wäre gut gewesen. Man fragt sich ständig: wann werden sie endlich erwischt und was passiert dann mit ihnen.

Aber wie bereits erwähnt: Der Schreibstil ist wirklich ausgezeichnet und auch der Aufbau macht sehr viel aus. Die Handlung und der Mittelpunkt des Leihmutter-Systems ist immer noch etwas absurd - aber sei es drum.

Ich würde dennoch nahelegen, dass man dem Buch eine Chance gibt und einmal eine etwas andere Dystopie liest.

Fazit
Ausgezeichnet geschrieben.




Reihe JUWEL

  1. Die Gabe
  2. Die weiße Rose
  3. Der schwarze Schlüssel



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